Zuerst etwas über Söven

Die Anfänge Sövens liegen im Dunkeln. Wahrscheinlich erfolgte die Besiedlung im 9. und 10. Jahrhundert von Geistingen aus, denn schon 948 liegt das Gebiet innerhalb des Kirchspiels Geistingen. Erstmalig wird Söven in einer Schenkungsurkunde Kaiser Friedrich Barbarossas aus dem 12. Jahrhundert als „Süvene” genannt. Die erste Verkehrsverbindung die in Söven bekannt war, war ein vermutlich in fränkischer Zeit angelegter Fahrweg von der Feste Siegburg zum Königshof Geistingen, der dann durch den Hohlweg nach Söven und weiter zum befestigten Königshof Asbach führte. Die wertvollen Ländereien der Gemarkung Söven waren ehedem in klösterlichem Besitz. Eine große Zahl nachgewiesener Höfe lässt auf fruchtbares Ackerland schliessen. Lebenselement der Sövener Bevölkerung war die Landwirtschaft, bis Erbteilung die Höfe immer weiter zerstückelte. Die Arbeit an den Blätterkohlegruben bei Rott und die in Hennef aufkommende Industrie brachten vielen Arbeitswilligen bessere Einkommensquellen.

Eine gewisse Bedeutung erlangte Söven, als in den Jahren 1823-33 der Telegrafenturm errichtet wurde. Er war einer von 61 Türmen einer optischen Telegrafenlinie von Berlin bis Koblenz. Ein weiterer markanter Punkt unseres Dorfes ist die Kapelle, die vor etwa 200 Jahren an einer Stelle, an der ehemals ein Kreuz und eine Linde standen, errichtet wurde. Noch bis Anfang der 70er Jahre diente die Kapelle der Aufbahrung verstorbener Bürger aus Söven.

Im zweiten Weltkrieg war Söven mehrere Wochen in den Kriegsschauplatz einbezogen und wurde stark beschädigt. Dank des Fleißes der Bürger waren diese Schäden schnell beseitigt, es begann eine rege Bautätigkeit, die Söven zu einem schmucken Dorf mit derzeit 900 Einwohnern anwachsen ließ. Zur Zeit der Gründung unseres Vereins engagierten sich die Sövener Bürger bereits seit 1878 im Jungsellenverein „ Eintracht”, seit 1885 im Männergesangverein „Liederkranz”, seit 1912 in der Freiwilligen Feuerwehr, seit 1921 im Turnverein incl. seiner Rot-Weissen Funken, seit 1923 im Damenelferrat und im Interessenverein.